Liebe Gemeinde,

der Frühling ist da! Wie schön ist es, in diesen Tagen vor die Tür zu gehen und das
Wiedererwachen der Natur zu genießen: Nach und nach legt sich ein zarter Blumenteppich über die Lahnwiesen. Die Bäume hier und da kleiden sich in bunte Farben. Durch ihr Geäst flitzen endlich wieder die Vögel, bauen ihre Nester und erfreuen uns mit ihrem Gesang. Die Natur wird wieder lebendig und mit ihr auch wir. Dieses Naturschauspiel, das wir jedes Jahr aufs Neue bestaunen dürfen, ruft geradezu zum Lob auf: Wie unfassbar schön schmückst Du, Gott, deine Welt und lässt es wieder grünen und blühen. Du bist wahrhaftig ein Gott des Lebens.

Mitten in dieser lebendigen Zeit feiern wir das Osterfest. Wie passend. Wir hören, dass der Gott des Lebens in unseren Weltenlauf von Werden und Vergehen eingegriffen hat, um seiner Schöpfung das wahre ewige Leben zu schenken. Er will nicht, dass wir umkommen in unserer menschlich-sündigen Selbstverdrehtheit, in der wir den Sinn und das Ziel unseres Lebens aus dem Blick verlieren. Er will unseren Blick für ihn, den Gott des Lebens, gewinnen. Darum hat er uns Jesus Christus als sein Ebenbild leibhaft vor Augen gestellt. Ihn, unseren Menschenbruder, hat er zuletzt auferweckt aus dem Tod. So sprengt er unseren begrenzten Horizont und wir sehen: Der Tod ist tot, wo der Gott des Lebens ist. Seither können auch wir hoffnungsvoll singen: „Jesus lebt, mit ihm auch ich“
(ELKG 89)

Möge die Osterzeit erfüllt sein von der Freude über den Gott des Lebens um uns und in uns. Dass wir in allem Suchen dieser Tage vor allem einen finden: Den Gott, der der Grund allen Lebens ist. Den Gott, der uns in Jesus Christus das wahre Leben schenkt. Den Gott, der uns schon heute Mut macht, neu aufzustehen für das Leben.

Eine frohe und segensreiche Osterzeit wünscht Ihnen/Dir
Ihr / Dein Pfarrvikar Daniel Schröder