Posaunenchor der Zionsgemeinde

Halleluja! Lobet den Herrn in seinem Heiligtum; lobet ihn in der Feste seiner Macht! Lobet ihn in seinen Taten; lobet ihn in seiner großen Herrlichkeit! Lobet ihn mit Posaunen; lobet ihn mit Psalter und Harfen! Lobet ihn mit Pauken und Reigen; lobet ihn mit Saiten und Pfeifen! Lobet ihn mit hellen Zimbeln; lobet ihn mit wohlklingenden Zimbeln! Alles, was Odem hat, lobe den Herrn! Halleluja! - Psalm 150 -

Deutlicher und umfassender kann die Aufforderung, Gott mit der Musik zu loben, wohl kaum ausfallen. Das empfanden auch 16 junge Männer im Jahre 1884, als sie nach einem Besuch von Wilhelm Krausar und einigen Bläsern aus der Gemeinde Allendorf / Lumda von deren Musik so begeistert waren, dass sie sich noch am gleichen Abend entschieden, einen Posaunenchor zu gründen. Wie wichtig das Gotteslob den Gründervätern und den nachfolgenden Generationen war, zeigt die noch erhaltene erste schriftliche Satzung vom 16. Januar 1926: „… die kirchliche Musik zu pflegen, der christlichen Gemeinde zu dienen und seinen Mitgliedern Freude und Unterhaltung zu gewähren, und das alles soll geschehen zur Ehre Gottes.“

Nicht zu übersehen ist in diesem Ausschnitt auch ein weiterer Aspekt, nämlich die Freude und Unterhaltung der Mitglieder. Schon damals war klar, dass das keine bierernste Veranstaltung werden soll. Aus den Jahresberichten, die seit 1926 noch vorliegen, und auch aus zahlreichen Fotoalben der jüngeren Vergangenheit, geht hervor, dass der Spaß an der Musik und am geselligen Miteinander schon immer mit dazu gehört haben. Selbst die beiden Weltkriege und wirtschaftlich arme Zeiten haben die Geschichte des Chores nicht beenden können – Gott sei Dank im wahrsten Sinne des Wortes.

Aktuell haben wir um die 30 aktive Mitglieder und es ist erfreulich zu sehen, dass sich auch heute noch wie 1884 junge Menschen von der Blasmusik begeistern lassen. „Jung“ ist hier aber keine Altersangabe, sondern vielmehr eine Lebenseinstellung. Wir hatten auch schon „Jungbläser“ im Rentenalter – alles kein Problem. Wie heißt es im Psalm: „… alles was Odem hat“ – also jeder der atmet, der Luft hat und im konkreten Fall noch ein wenig Luft für das Instrument übrig hat, ist herzlich eingeladen und willkommen. Natürlich geht es nicht ohne üben, wenn man „wohlklingende“ Töne erhalten will, von denen schon der Psalm spricht. Der Erfolg stellt sich aber meist recht schnell ein. Obendrein gibt es die Gemeinschaft mit anderen Bläsern und die Geselligkeit, quasi ein soziales Netzwerk mit über 130 Jahren Tradition. Das soll uns Facebook & Co. erst einmal nachmachen.

 

 

Der Posaunenchor und die Jungbläser beim Auftritt am dritten Adventssonntag im Wichernstift in Limburg

Vorstand des Posaunenchores

Von links:

Johannes Scheu – Kassierer

Rüdiger Walter – 1. Vorsitzender

Meike Mahler – Schriftführerin

Jens Conrad – 2. Vorsitzender

Sabine Fink – Beisitzerin

Frank Wolf - Beisitzer